1. Das Sudelbuch war bei den Kaufleuten …

Das Sudelbuch war bei den Kaufleuten ein Notizbuch für schnelle, unfertige Einträge. „Alles durcheinander, ohne Ordnung,“ wie Georg Christoph Lichtenberg das in seinen berühmten Sudelbüchern genannt hat. Nach eben diesem Prinzip sollen hier Beobachtungen, Ideen und Aphorismen aufgezeichnet werden, die vielleicht später weiterverwendet werden, also in einem richtigen Buch landen, vielleicht aber auch nicht. Der Stil der Einträge kann variieren, vom Zitat oder der unprätentiösen sachlichen Wiedergabe einer aktuellen Begebenheit oder Beobachtung, über den anspruchsvolleren Versuch, etwas sprachlich und inhaltlich auf den Punkt zu bringen, bis hin zu poetischen Fragmenten. Einziges Auswahlkriterium ist das Interesse des Autors an einer Beobachtung, Idee oder Formulierung.